Fortsetzung
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Das Kurhessische Diakonissenhaus in Kassel hat
seit 1883 seinen Mutterhausstandort an der Goethestraße.
Durch umfangreiche Anbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurde dieses
traditionsreiche Haus, zuletzt mit dem Bau des Bettenflügels in
den 60er Jahren und der Tagesklinik für Geriatrie in Jahr 1998,
auf seine jetzige Größe ausgebaut. Das Krankenhausareal beträgt
heute 21.309 m².

Ansicht Kurhessisches Diakonissen
Krankenhaus Kassel
Im Jahr 2002 entschied man sich für einen Neubau.
Die Planungsgruppe M+M AG erhielt den Planungsauftrag für die Gewerke
Heizung, Sanitär und Lüftung. Für die Auslegung und die
konstruktive Umsetzung dieser Gewerke wurde von der Planungsgruppe M+M
AG das CAD Programm Autocad mit dem Erweiterungs-Programm C.A.T.S.
für die technische Gebäudeausrüstung verwendet.
Gewerk Sanitär und medizinische
Gase
Für die Gewerke Sanitär und medizinische Gase wurden 172 Waschtische,
99 Tiefspülklosetts und unter anderem 4.289 m Spezial-Kupfer-Rohr
für die medizinischen Gase mit C.A.T.S.
erfasst und ausgelegt. Dies ist natürlich nur ein kleiner Auszug
der Gesamtmassen. Durch die Erfassung aller Einbauteile und Leitungen
im Sanitär-Schema von C.A.T.S. war
eine schnelle Ermittlung der Massen ein wesentlicher Vorteil im Verlauf
des Projektes. Auch Änderungen bleiben bei einem Projekt dieser
Größenordnung nicht aus. Bei diesem Projekt konnten sie schnell
erfasst und eingepflegt werden. So standen immer eine aktuelle Rohrnetzberechnung
und ein aktueller Massenauszug zur Verfügung. Zur Vermeidung von
Legionellen kam eine Vollstrom Desinfektion zum Einsatz. Die Verweildauer
des Wassers im Reaktionsspeicher wurde mit 6-8 min festgelegt, damit
ist eine vollständige Zerstörung der Legionellen gewährleistet.
Gewerk Heizung
Für die Planung der Heizung wurden mit Hilfe von C.A.T.S.
die Raumgeometrien von 582 Räumen erfasst und eine Gebäudeheizlast
von über 450 KW ermittelt. Für diese 582 Räume sind mit
Hilfe des Navigators 354 Heizkörper ausgelegt worden, die dann
in der CAD mit intelligenter Beschriftung zur Verfügung standen.
Nur durch die Koppelung von Berechnungsergebnissen mit der CAD kann
man bei solch großen Projekten den Überblick bewahren und
auf Änderungen in einem vertretbaren Zeitaufwand reagieren. Ferner
wurde eine Fernwärmeübergabestadion von 2.4 MW (2.400.000
W) verwirklicht. Durch die Einführung der Heizlast EN 12831 und
der VDI 6030 gab es vielfach Probleme in den einzelnen Berechungsprogrammen.
So benötigte die Planungsgruppe M+M AG die Ausweisung der Auslegungsstufe
der Heizkörper für die Behaglichkeit in einzelnen Räumen
oder die Möglichkeit einer flexiblen Aufteilung der Heizkörper
und deren Lasten. Das Einarbeiten dieser Tools erfolgte von C.A.T.S.
sehr schnell und unbürokratisch.

Ansicht Technikgeschoss
Raumlufttechnik
Auch im Bereich der Raumlufttechnik waren umfassende Planungsaufgaben
zu leisten. So mussten Entrauchungsanlagen, Treppenhaus-Überdruckbelüftungen,
Tiefgaragen Entlüftungen, OP-Decken-Anlagen sowie Zu-Abluftanlagen
konzipiert werden.
Im Hinblick auf die hygienischen Anforderungen von Lüftungsanlagen
in Krankenhäusern und dem Anspruch die CO²-Emissionen nachhaltig
zu reduzieren, galt es für die Raumlufttechnik eine innovative
Lösung zu finden. Aus diesem Grund kamen in den Zu- und Abluftanlagen
ein multifunktionales Wärmerückgewinnungssystem zum Einsatz:
Durch die Nutzung des Kältepotenzials der Außenluft und einer
adiabatischen Kühlung sowie die Einbindung der Kondensatorabwärme
der Kältemaschine und der Integration anderer wärme- oder
kälteführender Komponenten wurde eine Wärmerückgewinnung
von bis zu 2 x 293 KW ermöglicht.
Technikgeschosse
Eine besondere Herausforderung stellte sich der Planungsgruppe M+M bei
der Planung der Technikgeschosse. Diese wurden aus baulichen und städtebaulichen
Gründen mit einer lichten Raumsollhöhe von 3 m vorgegeben.
Nur durch die Konstruktion sämtlicher Lüftungsgeräte,
Einbauteile und Kanäle in 3D war das Unterbringen aller Lüftungskomponenten
in das Technikgeschoss möglich.
Fazit
Leistungsfähige Werkzeuge sind wesentlich für den Planungserfolg.
Die Anforderungen an den Planer werden immer höher und es ist bereits
abzusehen, dass die Auftraggeber demnächst auch die kompletten
Berechnungen aus einem Tool erwarten, schon allein im Hinblick auf das
Facility Management.
Mit C.A.T.S. stand eine durchgängig
konzipierte CAD/CAE - Branchenapplikation für die technische Gebäudeausrüstung
zur Verfügung, mit der alle Ingenieure und Konstrukteure, auf Grund
der leichten Handhabung und kompromisslosen Durchgängigkeit, schnell
zurecht kamen. Mit Hilfe der Zusatzsoftware zur Visualisierung und Kollisionskontrolle
beherrscht C.A.T.S. auch die Walk-trough-Technik,
mit der selbst technische Laien sich sofort zurecht finden.
Dipl. Ing. Rolf Gesell
Projektingenieur / CAD Administrator
Planungsgruppe M+M AG
Hanns-Klemm-Strasse 1
71034 Böblingen
Tel: 07031/646-0
Fax: 07031/646-111
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Dipl. Ing. Rolf Gesell - Planungsgruppe
M+M AG
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C.A.T.S. Software GmbH