Techniktrend 3-D Drucker

Drucken in der 3. Dimension

 

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C.A.T.S. Serie: Techniktrends - Neue Chancen für Deutschland

Warum sollten wir uns künftig nur mit einer 2-D-Darstellung begnügen, wenn beliebige körperliche Gegenstände, vom 3-D-Modell im Computer ausgehend, heute schon schnell mit Rapid Prototyping-Verfahren gegenständlich gemacht werden können. In Zukunft steht dann anstelle des üblichen 2-D-Druckers neben dem Computer ein 3-D-Printer. Dieser "schreibt" nicht wie bisher mit Tinte nur in der Ebene, sondern schichtenweise mit Wachs, Kunststoff oder sogar Metallpulver auch gleich noch in der Höhe.

Hat der Druckkopf eine Schicht erzeugt und ist diese ausgehärtet, legt der Drucker die nächste Schicht darüber-bis der gewünschte dreidimensionale Gegenstand in seiner ganzen Größe aufgebaut ist. In Analogie zum Personal Computer nennt das MIT solche visionäre 3-D-Drucker für jedermann "Personal Fabricator".

Bildquelle: Fraunhofer IFF
Bild: Fraunhofer IFF

Die Technologie
Während sich viele Rapid-Prototyping-Verfahren in der industriellen Entwicklung bereits etabliert haben, müssen 3-D-Printer für den Hausgebrauch noch einige Hürden überwinden: Sie müssen so preiswert und einfach bedienbar werden wie herkömmliche Drucker. An Robustheit und Vielseitigkeit müssen sie diese noch übertreffen. Das Potenzial zur Massenanwendung sehen Experten vor allem im Prinzip des Tintenstrahldruckers. Allerdings kommt aus dem Druckkopf keine Tinte, sondern ein thermoplastischer Kunststoff, der unter Druck und Wärme schichtenweise aufgetragen und verfestigt wird. Oder es wird stattdessen ein Klebe- oder Bindemittel in ein pulvriges Kunststoffbett gedruckt. Dies führt zwar zunächst nur zu Kunststoff-Modellen mit geringerer Festigkeit, doch in vergleichbarerweise sind auch Keramik- und Metall-Applikationen denkbar.

Problem & Lösung
3-D-Printer zu Hause werden zunächst Kunststoffe verarbeiten. Voraussetzungen dafür sind u.a. einfache, rustikale Softwaretools, akzeptable Preise und geeignete Materialien. Interessant wären Universal-Kunststoffe mit modifizierbaren Eigenschaften. Für Unternehmen sind vor allem Metallteile interessant. Doch bei Metall sind die Ansprüche erheblich höher. Allerdings stimmen die Rapid-Fortschritte optimistisch, gerade bei komplizierten Objektstrukturen in absehbarer Zeit klassische Produktionsprozesse ablösen zu können.

Relevanz und Prognose
in der Industrie verlagert das Rapid sein Schwergewicht zunehmend auf das Rapid Tooling und Rapid Manufacturing. Das sind hocheffiziente Herstellungsverfahren und -prozesse für Werkzeuge und Bauteile mit 100% Zielfunktionalität. Vor allem dort, wo es um die schnelle Bereitstellung von anspruchsvollen Teilen in kleinen Stückzahlen geht. Faszinierend ist es, mit dem 3-D-Drucker dort zu produzieren, wo kein dichtes Zuliefernetz existiert. Zunächst könnten sich die "Drucker der neuen Generation" in den Büros der Designer und Entwickler durchsetzen, denn diese bevorzugen ein handliches Modell, das sie anfassen, montieren und testen können. Doch auch im Privatgebrauch könnte der "Personal Fabricator" den Maschinenpark in der Heim-Werkstatt gut ergänzen. Seine Serienreife könnte bereits im Jahr 2008 erreicht sein.

Alle Informationen entnommen aus:
Trendbarometer Technik, Hans-Jörg Bullinger (Herausgeber), Hanser Verlag

 

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