Im vorliegenden Projekt wurde
in einer Münchner Privatklinik eine Wäscherei im Kellergeschoss
stillgelegt, eine vorhandene Küche entfernt und eine neue Großküche
inklusive Kühlräume, Dusch-, WC- und Lagerräume platziert.
Dazu wurde nach Entkernung des Kellergeschosses und Installation der
neuen Küchenanlage in einer Hälfte des Baubereiches der alte
Küchenbetrieb solange aufrechterhalten, bis die neue Küchenanlage,
welche über Provisorien und Bodenkanäle mit Kaltwasser, Warmwasser,
Kaltwasser Weich, Warmwasser Weich, Dampf und Kondensat versorgt wurde,
betriebsbereit war. Die neue Küche hatte dabei eine Anschlussleistung
von 380 kg/h Dampf.

Die provisorische Einspeisung der Bodenkanäle konnte erst in einem
weiteren Bauabschnitt, ebenfalls in Bodenkanälen, endverlegt werden.
Der Umschluss vom alten auf den neuen Küchenbetrieb konnte somit
mit Armaturen in Nachtarbeit getätigt und getestet werden.
Dies war notwendig, da eine Übergangsversorgung über Catering
ausgeschlossen war.

Für die Lüftungsversorgung wurde im Vorfeld
eine Lüftungszentrale mit Zu- und Abluftgerät in getrennter
Aufstellung mit 20.000 cbm/h im 6. Obergeschoss untergebracht. Dabei
wurde das Zuluftgerät in einer Lüftungszentrale und das Abluftgerät
im Außenbereich in wetterfester Ausführung aufgestellt. Nach
Entkernung eines nicht mehr benötigten Aufzugsschachtes wurde in
diesem die Zuluft, die brandgeschottete Abluft sowie die Abluft der
Spülmaschine in PPS-Ausführung in die 26 Meter tiefergelegene
Küche geführt.
Nach erfolgreichem Umschluss der Küche wurde die
alte Küche entfernt und Nebenräume wie: Kühlräume,
Lagerräume sowie Dusch- Umkleide- und WC-Räume für das
Küchenpersonal in einem weiterem Bauabschnitt errichtet.
Für die Installation der Lüftungskanäle
im Küchenbereich standen 55 cm Deckenhöhe zur Verfügung,
welche durch die im Kellergeschoss gesammelten Querverzüge von
Abwasser, Regenwasser und Brauchwasser, sowie Heizung durchzogen waren.
Die Kanäle für Zuluft und die fetthaltige Abluft musste unter
Berücksichtigung von Isolierstärken und der Zugänglichkeit
für Revisionsklappen zentimetergenau eingeplant werden.

Als schwierig gestaltete sich bei der Erneuerung der
Bodenkanäle mit den Medienleitungen die fachgerechte Entfernung
der Asbestzement-Materialien, welche in den 60-er Jahren Anwendung fanden.
Diese Arbeiten beanspruchten einen Zeitaufwand von acht Wochen.
Konstruktion- und Planerstellung
Die Planung sämtlicher Gewerke wurde im Küchenbereich
und an anderen Engstellen bereits in der Ausführungsplanung komplett
mit C.A.T.S. Software in 3D erstellt. Dabei konnte auf vorhandene Installationen
optimal der verbleibende Platz verbaut werden. Die Vorgaben des Architekten,
welche teilweise im Maßstab 1:20 erstellt wurden, wurden für
Grundrisse und Schnitte als externe Referenz eingebunden, um Änderungen
optimal anpassen und dokumentieren zu können.

Ingenieurbüro Schöttl
Das Ingenieurbüro Schöttl
wurde 1983 von Walter Schöttl als Planungsbüro für haustechnische
Anlagen gegründet. Seit 1991 planen und projektiert das Team Anlagen
der technischen Gebäudeausrüstung mit CAD. Im Hinblick auf
Berechnungen und Koordination der Gewerke untereinander werden bereits
in der Planungsphase Lüftungsanlagen als 3D-Modell erstellt. Das
Büro beschäftigt drei Ingenieure, vier technische Zeichner
sowie weitere Mitarbeiter für Bauleitungs- und Bürotätigkeiten.
Ingenieurbüro Schöttl
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Tel: 08136/93 89 00
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