Das Projekt "Helios Klinikum Berlin" für
die Maximalversorgung mit einer Nutzfläche von 45.000 m²,
ca. 1.070 Betten aufgeteilt in 5 Bettenhäuser, 1 OP-Gebäude
mit Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach und 1 Eingangsgebäude umfasste
die Gewerke Heizung, Kälte, Dampf, Sanitär, Sprinkler, Raumlufttechnik,
MSR und GLT
Das gesamte Projektteam einschließlich der Konstruktion
ist vor Ort untergebracht, um die Abstimmung mit den ebenfalls vor Ort
befindlichen Baubeteiligten, dem Planer und dem Bauherrn auf kurzem
Wege durchzuführen.
Die Erstellung aller Montagezeichnungen erfolgt im 3-D-Programm
C.A.T.S, so dass sämtliche Schnitte, Isometrien und Massenauszüge
automatisch erstellt werden können.

Zusammenfassung der technischen Anlagen
Raumlufttechnik
Die Raumlufttechnik umfasst 57 Lüftungs- und Klimaanlagen, angeordnet
in 3 Dachzentralen, 1 Zentrale über zwei Geschosse im OP-Gebäude
und zwei Zentralen im 1.Untergeschoß, mit einer Gesamtluftleistung
von ca. 880.000 m³/h.
12 Klimaanlagen sind mit einer Wärmerückgewinnung über
ein Kreislaufverbundsystem, gemäß den hygienischen Anforderungen
ausgeführt. Das System ist mit einer Wirkungsgradoptimierung, Wärmetauschern
im Gegenstrom und adiabater Kühlung zur Erreichung von Rückgewinnungswerten
von über 70% ausgelegt.
Über die WRG-Kreise erfolgt die Zuluftkonditionierung durch Nachheizung
und Nachkühlung.
Die Rückkühlung und die freie Kühlung der Kälteanlage
sind zur Energieoptimierung ebenfalls in die WRG-Kreise integriert.
Dadurch entfällt die Wärmeabfuhr über Rückkühlanlagen.
Für die ca. 30 OP-Räume sind OP-Decken mit Schwebstofffiltern
gemäß dem Hygienegutachten vorgesehen.
Die Entrauchung der Flure und der Atrien erfolgt mit Brandgasventilatoren
und die Ansteuerung der Brandschutz- und Entrauchungselementen über
das zentrale Entrauchungsszenario.
Heizung
Durch die Bewag wird eine Fernwärmeversorgung mit einer Leistung
von 6,0 MW zur Versorgung von ca. 2.100 Heizkörpern, den Erhitzern
der Lüftungsanlagen und der zentralen Warmwasserbereitungen sichergestellt.
Kälte
Die Kälteerzeugung erfolgt durch 2 Schraubenkompressoren mit einer
Gesamtleistung von 1,5 MW zur Versorgung der ca. 220 Umluftkühlgeräte
und der Kühler der Lüftungsanlagen. Die Rückkühlung
und freie Kühlung wird über die WRG-Kreise der Hauptlüftungsanlagen
sichergestellt.
Dampf
Für die Versorgung der Sterilisationsanlagen und der Dampfbefeuchter
der Lüftungsanlagen sowie der Taktbandanlagen ist eine Ferndampfversorgung
durch die Bewag mit einem Druck von 7,0 bar und 1.450 kg/h für
die Reindampferzeuger (Gesamtleistung 1.000 kg/h bei 5,5 bar) erforderlich.
Sanitär
Die Trinkwasserversorgung erfolgt mittels Edelstahlrohrsystem für
alle Pflege- und Funktionsbereiche. Die Pflegekombinationen bestehen
aus integrierten Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit dezentraler
thermischer Desinfektion.
Die zentrale Wasseraufbereitungsanlage umfasst die Behandlungsstufen
Enthärtung, Umkehrosmose, Entmineralisierung und UV-Behandlung,
für die Verbraucher Lüftungsanlagen, Dampferzeugung, Speisewasser
Heizung, Reinigungsanlagen und Cafeteria.
Sprinkler
Die Sprinkleranlage wurde für gesonderte Nutzungsbereiche gemäß
dem Brandschutzgutachten in den Brandgefahrenklassen OH 1-OH 2 ausgelegt.
Die Wasserversorgung wird mittels Löschwassertank mit einem Inhalt
von 100 m³ und einem Druckluftwasserkessel sichergestellt. Der
Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des OP-Gebäudes erfordert eine
Schaumlöschanlage mit zwei Schaum-/ Wasser-Werfern und einer Leistung
von jeweils 500 l/ min.

MSR/ GLT
Für die Bedienung und Überwachung der technischen Gewerke
ist eine Gebäudeleittechnik mit dezentralen Automatisierungszentralen
und einem Feldbussystem vorgesehen.
Es werden ca. 7.000 physikalische Datenpunkte auf drei GLT-Rechnern
aufgeschaltet. Die Bedienung erfolgt über drei GLT-Arbeitsplätze.
Es sind 14 Automatisierungsstationen mit jeweils einem Feldbus, sowie
den Kopplungen zu den M-Bus-Zählern geplant. Alle Automatisierungsstationen
werden mittels Ethernet verbunden.
Zur Überwachung der BSK, sowie die Steuerung der Entrauchungsszenarien
wird ein BSK-Bussystem eingesetzt. Die Verbindung zur GLT erfolgt über
einer Mod-Busschnittstelle. Das BSK-Bussystem verwaltet ca. 1.200 Busteilnehmer.
Die Verwaltung aller ein- und ausgehenden Zeichnungen
erfolgt mittels einer Datenbank, auf die alle Projektmitarbeiter Zugriff
haben. In der Zeichnungsverwaltung werden die aktuellen Architekturgrundrisse
jeweils in der Bearbeitung hinterlegt. Ein Teil der Nachunternehmer
erhält die zur Ausführung freigegebenen Montagezeichnungen
über die Zeichnungsverwaltung als Datei. Der Zugriff erfolgt selektiert
durch die Vergabe von Zertifikaten.
Martin Goßlar
Gesamtauftragsleiter
Axima GmbH, Niederlassung Berlin-Brandenburg
Projektbüro Helios Klinikum Berlin-Buch
Karower Str. 11
D - 13125 Berlin

©
C.A.T.S. Software GmbH