Die Antwort auf diese Frage unterliegt stark den individuellen
Erfordernissen jedes Unternehmens. Ohne eine pauschale Beurteilung geben
zu wollen, sollen die folgenden Erläuterungen einige wichtige Aspekte
als Orientierungshilfe kommentieren.
Microsoft Vista im Überblick:
Seit Januar 2007 ist das neue Betriebssystem Vista der Firma Microsoft
im Handel und wird mit jedem neuen PC ausgeliefert werden. Der Kunde
sieht sich 6 verschiedenen Versionen gegenüber, aus denen er sich
seine Version auswählen kann (siehe Kasten).
| Version |
Kommentar |
| Vista
Starter |
Spezielle Version für Entwicklungs- und
Schwellenländer, um das Problem der Raubkopie in den Griff
zu bekommen. Maximal 3 Programme können hier gleichzeitig gestartet
werden. Es gibt keine 64 Bit Version. |
| Vista
Home Basic |
Abgespeckte Version ohne die neue Aero-Oberfläche.
Da es nicht möglich ist, einer Domäne beizutreten, sollte
man diese Version in Firmen eher nicht verwenden. 32- und 64-Bit
Version verfügbar. |
| Vista
Home Premium |
Diese Version kann man am besten mit der XP
Media Center Edition vergleichen. Hier gibt es Unterstützung
für DVDs und HDTV. Auch hier kann man keiner Domäne beitreten.
32- und 64-Bit Version verfügbar. |
| Vista
Business |
Unschwer am Namen zu erkennen: Hinter der Version
Vista Business verbirgt sich eine Version, die auch für Firmen
interessant ist. Domänen sind hier kein Problem. 32- und 64-Bit
Version verfügbar. |
| Vista
Enterprise |
Ebenfalls am Namen zu erahnen, finden wir hier
eine Version für Großkunden, die zusätzlich zur
Business Version eine Festplattenverschlüsselung und andere
nette Werkzeuge bereit hält. Außerdem ist diese Version
die einzige Vista-Variante, die bei der Aktivierungspflicht außen
vorbleibt. 32- und 64-Bit Version verfügbar. |
| Vista
Ultimate |
Diese Version vereint alle Funktionen der anderen
Versionen und richtet sich an alle, die auf keine der oben genannten
Funktionen verzichten möchten. 32- und 64-Bit Version verfügbar. |
Lohnt sich der Umstieg auf Vista?
Abgesehen von der neuen Oberfläche, verbesserten Sicherheitsmechanismen
und anderen „Nettigkeiten“ zählt für den Anwender
in erster Linie ein spürbarer Nutzen durch den Umstieg auf ein
neues Betriebsystem. „Unter der Haube“ hat sich bei Vista
einiges getan, wobei wohl die 64-Bit Erweiterung für den CAD-Anwender
als Hauptmerkmal hervorzuheben ist. Die Möglichkeit, 64-Bit zu
adressieren, vergrößert den Arbeitsspeicher auf mehr als
4 Gigabyte. (Genau genommen 1 Terabyte; Voraussetzung ist natürlich
ein 64-Bit Prozessor sowie Memory Remapping des Chipssatzes). Große
Zeichnungen können so in einem Arbeitsgang in den Speicher gelesen
und bearbeitet werden. Für jeden CAD-Anwender ein großes
Plus, denn Arbeitsspeicher kann man schließlich nie genug haben!
Vor diesem Hintergrund scheinen 32-Bit Vista-Versionen weniger sinnvoll,
die Alternative wäre eher der Verbleib bei Windows 2000 oder Windows
XP.
Microsoft Vista und AutoCAD –
ein schwieriges Zusammenspiel?
AutoCAD 2007 sowie alle früheren Versionen - ob vertikal oder horizontal
- sind 32-Bit Versionen, die von AutoDesk unter Vista nicht unterstützt
werden. Eventuell wird durch das Erscheinen des einen oder anderen Patches
die Lauffähigkeit ohne Abstürze eines auf AutoCAD 2007 basierten
Produkts auf Vista garantiert. Doch es macht wohl wenig Sinn, eine 32-Bit
Anwendung wie AutoCAD unter einem 64-Bit Betriebssystem wie Vista laufen
zu lassen. Man hätte keinerlei Vorteile, sondern müsste sogar
mit einer langsameren Arbeitsgeschwindigkeit rechnen. Denn Vista muss
in diesem Fall eine 32-Bit Umgebung emulieren und diese Emulierung läuft
generell langsamer als das Original. Zudem hätte man den Vorteil
des großen Arbeitsspeichers wieder verspielt: Eine 32-Bit Anwendung
ist immer an die 4 Gigabytegrenze gebunden.
Welche Neuerungen bringt AutoCAD
2008 für den Anwender?
Während AutoCAD 2007 unter dem Motto „3D“ stand, wird
sich das kommende AutoCAD 2008 dem Thema „Zeichnen“ widmen.
Dabei ist das DWG-Format identisch mit dem AutoCAD 2007-er Format. Unter
den Neuerungen finden sich unter anderem das sogenannte "Annotation
Scaling" sowie "Layers per Viewport".
Mit "Annotation Scaling"eröffnet sich nun endlich die
Möglichkeit, Texte, Bemassungen usw. in verschiedenen Layouts in
bestimmten Größen darzustellen. Eine große Arbeitserleichterung
verbirgt sich auch hinter der Funktion "Layers per Viewport":
Für jeden Viewport können nun eigene Layereigenschaften festgelegt
und dadurch auf einfache Art und Weise Zeichnungsbereiche je nach Bedarf
unterschiedlich hervorgehoben werden, ohne die Geometrie zu kopieren.
Ein mögliches Fazit:
Dem Performance orientierten Kunden bleibt als einzige sinnvolle Variante
eine Windows Vista 64-Bit Version mit einem AutoCAD 2008 64-Bit.
Möchte der Anwender vor allem die Funktionen von
AutoCAD 2008 nutzen, so verbleibt als mögliche Variante, das bisher
eingesetzte Betriebssystem zu verwenden. AutoCAD 2008 wird als erste
Version in einer 32-Bit und 64-Bit Version erscheinen. Eine Verwendung
von AutoCAD 2008 unter Windows XP steht also nichts im Wege.
Zu guter Letzt noch ein Tipp:
Ist der Umstieg auf ein Vista-System geplant, sollten im Vorfeld auch
mögliche „Folgekosten“ geklärt werden. Für
alle täglich benötigten Anwendungen sollte im Internet recherchiert
werden, ob unter Vista ein Update benötigt wird.
Auch lohnt es sich, eine Liste der verwendeten Hardware aufzustellen
(Grafikkarte, Drucker, Plotter, Scanner etc.) und nach entsprechenden
Vista-Treibern zu suchen. Erst wenn diese Hürden genommen sind,
sind keine bösen Überraschungen nach Kauf zu erwarten!
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C.A.T.S. Software GmbH