Ganzheitlich planen, am Limit optimieren und zukunftsweisend Bioenergie-Konzepte schaffen

Durch cleveres Gebäudemanagement lassen sich die Betriebskosten deutlich senken. Dabei helfen die Ingenieure von EWT, die Technik- und Budgetgrenzen im Blick zu behalten und schaffen Bioenergie-Konzepte für die nächste Generation.

Das zehnköpfige Ingenieurbüro EWT aus Freiensteinau übernimmt sämtliche Planungs- und Managementaufgaben, die bei Bau und Betrieb von technischen Anlagen in Gebäuden anfallen: Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär, Elektro und Brandschutz.
EWT optimiert die Energie- und Verbrauchskosten, erstellt Energie- und Versorgungskonzepte, betreibt Facility-Management, Contracting und Energie-Controlling. Dabei bringen die Ingenieure Investitionskosten und Nutzen unter einen Hut. Und das im Team: "Jeder von uns hat einen Schwerpunkt, aber wir arbeiten übergreifend", erklärt Büroleiter Werner Arnold. "So kann einer den anderen ersetzen, falls jemand ausfällt."


Das EWT-Team

Projektziel Kostensenkung
EWT wird seit 2003 von den Ingenieuren Oliver Fehl und Alexander Klein geleitet. Das Portfolio reicht von Wohnparks über Verwaltungsgebäude, Hochschulen und Einkaufszentren bis hin zu Hotels, Großkinos, Schwimmbädern oder Krankenhäusern.
Gerade erst nahm das Büro mit dem Museum für Kommunikation in Frankfurt an der EU-weiten Initiative "Greeneffect" teil. Das Ergebnis: Der Energieverbrauch des Gebäudes sank um knapp 50 Prozent, die Energiekosten verringern sich demnach um mehr als ein Drittel.

Bioenergiedorf als regionales Referenzprojekt
In Gunzenau ist seit einigen Wochen eines der ersten Bio-Energiedörfer Hessens im Betrieb. Für den 200-Seelen-Ort westlich von Fulda planten die EWT-Ingenieure ein neues Nahwärmenetz. Seit Oktober 2007 wird das Dorf im Vogelsberg über eine 320-Kilowatt-Holzhackschnitzel-Anlage mit Wärme versorgt.
Die C.A.T.S.-Applikation war die optimale Software zur Planung des gesamten Heizungsschemas in der Zentrale wie auch die Darstellung des Rohrleitungsbaus. Eine Trassenrohrnetzberechnung war Grundlage zur Dimensionierung der gesamten Anlage mit Pumpengruppe. "Das einfache Erstellen der maßgenauen Stücklisten für die Montagefirmen, die zusammen mit verschiedenen Plänen und 3-D-Ansichten eine optimale Ausführungs-Basis sind, boten zu guter Letzt die Sicherheit für eine reibungslose Montage", so Patrick Schädel, Technischer Zeichner im EWT-Ingenieurbüro.
Dass diese genaue und umfangreiche Dokumentation Garant für den einwandfreien Montageaufwand war, wurde vom Rohrleitungs- und Heizungsbauer bestätigt.
Bei der anschaulichen Präsentation des Bioenergie-Konzeptes beeindruckten die Zeichnungen in verschiedenen Perspektiven - bis hin zum Film - sogar die einzelnen Bewohner von Gunzenau.


Ansicht Ölkessel

Ganzheitlich klug planen und kühl rechnen
Das Projekt "Bioenergiedorf Gunzenau" zeigt das umfangreiche Leistungsspektrum des Ingenieurbüros. Die Stärke von EWT sind Lösungen aus einer Hand. "Wir möchten Bauwerke schaffen, die vom ersten Strich am Zeichenbrett an ganzheitlich geplant sind", erzählt Oliver Fehl. Schließlich sei die Chance, Betriebskosten zu senken, vor der eigentlichen Bauausführung weitaus am größten, argumentiert der Ingenieur. "Wir nähern uns diesem Ziel Schritt für Schritt." Zunächst erstellt EWT eine Energiestudie, welche die Schwächen und Einsparpotenziale der jeweiligen Anlage aufdeckt.
Es folgt eine präzise Wirtschaftlichkeitsberechnung. "Oft lohnen sich teure Maßnahmen, die aus Kostengründen zunächst verworfen werden, auf lange Sicht doch."


Ansicht Holzkessel

Bereits jetzt machen Umbauten und Sanierungen rund 60 Prozent der Aufträge aus - Tendenz steigend. "Häufig sind die vorhandenen Anlagen relativ gut nutzbar und haben nach der Sanierung annähernd den gleichen Effekt wie Neuanlagen", berichtet Werner Arnold. Unter anderem sanierten EWT-Ingenieure die Heizzentralen für die Turnhalle in Johannesberg, das ehemalige Kesselhaus und heutige Kulturzentrum in Bad Salzschlirf sowie die "Alte Scheune" in Steinau, die heute ein Gebrüder-Grimm-Museum beherbergt.

Auch überregionale Projekte wie zum Beispiel die Betreuung der beiden nordrhein-westfälischen Kunstsammlungen K20 und K21 in Düsseldorf gehören zu den EWT-Referenzen.

© C.A.T.S. Software GmbH